Motorrad finanzieren

 

Mehr als die Hälfte aller Menschen, die sich ein Motorrad kaufen, bezahlen dies nicht bar, sondern sie entscheiden sich für eine Finanzierung. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wie bei der Kfz-Finanzierung auch kann sich der Motorradkäufer für einen klassischen Ratenkredit, einen Ballkonkredit oder aber das Leasing entscheiden.

Der klassische Ratenkredit

Der Ratenkredit ist die am meisten genutzte Form, Gebrauchsgegenstände zu finanzieren. Anbieter für Ratenkredite sind zum einen die Banken vor Ort, aber auch Direktbanken und die Motorradhändler selbst bieten ihn an. Letztere arbeiten dabei mit ihren Partnerbanken, oft speziellen Kreditbanken, zusammen.
Wie der Name schon vermuten lässt, wird der Ratenkredit dabei in gleich bleibenden Monatsraten zurückgezahlt. Die Laufzeit des Kredites orientiert sich maßgeblich an den gewünschten Raten, die Banken bieten dabei Laufzeiten zwischen 12-84 Monaten an. Bei der Wahl der Laufzeit sollte allerdings beachtet werden, dass diese nicht deutlich länger als die Nutzungsdauer des Motorrades ist.
Als Sicherheit für den Ratenkredit wird in der Regel der Fahrzeugbrief hinterlegt. Nach vollständiger Tilgung wird dieser wieder an den Besitzer zurückgegen.

Die Ballonfinanzierung fürs Motorrad

Eine in den letzten Jahren immer beliebtere Form der Motorradfinanzierung ist die Ballonfinanzierung. Auch hierbei handelt es sich um einen Ratenkredit. Allerdings ist die monatliche Belastung hier weitaus niedriger, dafür verbleibt am Ende der Kreditlaufzeit eine Restschuld. Diese orientiert sich am Fahrzeugwert. Je nach Wunsch des Kreditnehmers kann diese Restschuld dann weiter finanziert oder aber durch Rückgabe des Fahrzeugs getilgt werden.

Das Motorrad Leasing

Ebenso populär wie die Ballonfinanzierung ist das Leasing. Diese Finanzierungsform wurde bis vor einigen Jahren vornehmlich von Selbstständigen und Unternehmen genutzt, da sie die Leasingraten als Geschäftsausgaben ansetzen konnten. Doch Leasing erfreut sich zunehmend auch bei Privatpersonen großer Beliebtheit, denn auch hier sind die Monatsraten im Vergleich zum klassischen Kredit niedriger. Der Grund hierfür ist, dass das Leasing lediglich eine Art Miete darstellt. Das Motorrad wird hierbei also nur gemietet und am Ende der Laufzeit an den Hersteller oder die Bank zurückgegeben. Auf Wunsch kann der Restwert des Motorrades dann aber auch weiter finanziert werden. Das Leasing eignet sich vor allem für Menschen, die in regelmäßigen Abständen ohnehin ein neues Motorrad kaufen wollen.